Porträt Preview, Aquaponik, Bilder und vieles mehr...
Zucchini in Blüte im Herbst / Solidarische Landwirtschaft Ravensburg

Liebe Freunde von Yes! We Can Farm,

die Tage sind dunkel und draußen friert es.
Wir möchten euren Tag und eure Herzen mit unserem ersten Newsletter erfreuen! :)

Im Oktober - an einem schön sonnigen Tag - waren wir bei der
Solidarischen Landwirtschaft "Hübscher Garten" in Ravensburg zu Besuch und haben uns mit David Steyer, einem der Gärtner des Betriebes, unterhalten. Denn die Solidarische Landwirtschaft ist ein besonderes wirtschaftliches Modell, welches in Ravensburg ein erstaunliches Wachstum hingelegt hat. Dabei teilen sich die Mitglieder des Vereins die Verantwortung für einen landwirtschaftlichen Betrieb und tragen gemeinsam die Kosten und Risiken der Landwirtschaft. Das Konzept entstand in den 1960er Jahren in Japan, wo heute etwa ein Viertel der Haushalte an einem Teikei (deutsch „Partnerschaft“) beteiligt sind.
Noch ist das Porträt in Arbeit, wir möchten euch als Newsletter-Abonennten jedoch schon jetzt mit ein paar Bildern einen kleinen Einblick in den Betrieb geben.

Landwirtschaft ist weit mehr als Fleisch, Milch & Weizen. Eines der Ziele von Yes! We Can Farm ist, die Diversität dieses Berufes zu zeigen (und auch die Herausforderungen die damit einhergehen). Anhand von drei Beispielen möchten wir euch heute zeigen, wie verschieden der Beruf des Landwirts aussehen kann.

Weiter unten findet ihr kurze Einblicke in den Betrieb des Hofes "Vogelfängerkaten" in Linau, zwischen Hamburg und Lübeck, die Aquaponik, eine Verbindung der Aufzucht von Fischen und dem Anbau von Pflanzen in Hydrokultur und der "Furniture Farm" von Gavin Munro, der dort Möbel "erntet".

Abschließend freuen wir uns über einen kurzen Blick auf den Yes! We Can Farm Wandkalender 2016!

Mit weihnachtlichen Grüße vom Yes! We Can Farm Team

Malchus Kern & Frederik Drewes
Krumme Auberginen
Wer gerne mehr über Solidarische Landwirtschaft erfahren möchte, der kann sich über den folgenden Link kostenlos online den Dokumentarfilm "Die Strategie der krummen Gurken" über die Gartencoop in Freiburg ansehen (Laufzeit ca. 64 Minuten).
Seit Ende Mai 2015 versorgt die Solidarische Landwirtschaft in Ravensburg seine 69 Gemüsebeziehenden Mitglieder mit den eigenen Produkten. Über 40 verschiedene Sorten an Gemüse werden dort angebaut. Die Ernte wird durch die Mitglieder aufgeteilt und von diesen an die vier Verteilerstellen gebracht, dort holt sich jedes Mitglied seinen errechneten Anteil ab. Durch diesen Ablauf fallen viele in den herkömmlichen Prozessen anfallenden Kosten, wie etwa für Marketing, Überschüss oder Verkauf weg, wodurch höhere Löhne für die Gärtner und günstigere, aber hochwertige Lebensmittel für die Verbraucher möglich werden.
Mit Landwirtschaft hatte Harald Quint nichts zu tun, früher war er Bänker und Jurist. Doch das machte ihn nicht mehr glücklich, denn wie sagte sein Großvater; "Lewer en lütt Herr as en grot Knecht" (Hochdeutsch: Lieber ein kleiner Herr, als ein großer Knecht). Er kaufte sich den Hof "Vogelfängerkaten" und sattelte um auf Obstbauer. Auf seinen Streuobstwiesen und Plantagen wachsen jetzt über hundert verschiedene Sorten Äpfel, Birnen, Pflaumen und Mirabellen. Auch Geflügel (Enten, Gänse und Hühner) hält er dort, welches das Fallobst frisst und dadurch den Befall durch Schädlinge verringert. Bei der Geflügelaufzucht und beim Obstanbau arbeitet der Betrieb nach Bioland-Kriterien und produzieret nach biologischen Richtlinien. Sein Hobby ist die Wildbienenzucht, die er zur Bestäubung seiner Plantagen einsetzt.

Über seinen Quereinstieg und den Hof Vogelfängerkaten hat der NDR eine schöne und interessante Dokumentation gedreht, welche Sie sich über diesen Link ansehen können:


NaturNah: Vom Bank-Direktor zum Bio-Bauern (Laufzeit ca. 29 Minuten)
 
Creative Commons Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic License   by  grifray  (at Growing Power)
 
Aquaponik bezeichnet ein Verfahren, das Techniken der Aufzucht von Fischen in Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur verbindet. Der Vorteil dabei ist, dass die Nährstoffe einen geschlossenen Kreislauf haben; die Ausscheidungen der Fische werden als Nährstoffe für die Pflanzen verwendet, die das Wasser wiederum so reinigen, dass es wieder den Fischen zugeführt werden kann. Diese Anbaumethode bietet den Vorteil, dass sie auch für urbane Räume geeignet ist. So ist es kein Zufall, dass die beiden führender Anbieter solcher Systeme für den kommerziellen Gebrauch ihren Sitz in Berlin (ECF Farmsystems) und Zürich (UrbanFarmers) haben.
Aquaponik - ein vorbildliches System - FUTURE - ARTE
Rund ein Drittel aller Speisefische kommt heute aus der Aquakultur, d. h. aus Zuchtanlagen. Doch diese Produktionsweise verbraucht und verschmutzt große Wassermengen. Die Lösung heißt Aquaponik: ein System, das die Aufzucht von Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen verbindet. Hierbei liefern die Fische Nährstoffe für die Pflanzen, die wiederum das Wasser filtern. Eine effiziente und umweltfreundliche Methode! Heute werden insbesondere in den USA immer größere Aquaponik-Anlagen gebaut, mit denen sich auch in der Stadt große Nahrungsmittelmengen umweltschonend produzieren lassen.

Film ansehen:

Aquaponik - ein vorbildliches System / Futuremag Arte (Laufzeit ca. 14 Minuten)

Der britische Designer Gavin Munro "pflanzt" mit seiner Firma "Full Grown" Möbel, die auf einem Feld in einem Stück wachsen. Scherzhaft nennt er sein Unternehmen auch eine "Furniture Farm". Gavin pflanzt Bäume und bringt die jungen Zweige in die gewünschte Form, indem er sie um spezielle Gestelle windet: "We graft them together in order to make a good, strong structure an then we let them grow for another few years to thicken up." Ein Stuhl wächst zwischen vier und acht Jahren, je nach Baum, bis er geerntet werden kann. Danach wird das Holz getrocknet, geschliffen und leicht bearbeitet. Momentan liegt der Preis für einen Stuhl bei 2.500 britischen Pfund, eines Tages möchte der Designer jedoch, dass sich jeder einen solchen Stuhl leisten kann. Auf DRadio Wissen kann man sich ein informatives Interview mit Gavin Munro anhören! (Laufzeit ca. 7 Minuten)
Auf dem Haettelihof, über den das erste Yes! We Can Farm Porträt geschrieben wurde, werden verschiedene seltene Tierrassen gehalten. Neben den robusten Hinterwälder Rindern hält Thomas Schumacher auch noch die vom aussterben bedrohten Girgentana Ziegen und nimmt an einem Nachzüchtungsprogramm für Tiroler Haubenhühner teil. Meist werden diese alten Rassen aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gehalten, so gibt eine Hinterwälder Kuh pro Jahr etwa 3.400kg Milch - eine Holsteiner Kuh kann es auf 7.800kg bringen. Wenn sich alles nur noch um Leistung dreht, wird vieles gleichgemacht, die Diversität und Schönheit geht verloren.

"Es ist mir ein Anliegen, gerade in einer Zeit, in der alles genormt wird, auf Vielfalt und Variantenreichtum unserer Haustiere hinzuweisen, in der Hoffnung, dass diese erhalten bleiben."
Prof. Dr. Hans Hinrich Sambraus

 
Bei jeder unserer Nutztierarten gibt es einige stark dominierende Rassen. Sie werden in allen Fachbüchern beschrieben. Die zahlreichen übrigen - Restbestände alter Landrassen, aus anderen Ländern zu uns gekommene Exoten oder Rassen - werden kaum genannt. Das Buch Farbatlas Nutztierrassen - 263 Rassen in Wort und Bild* will sie ins Bewusstsein rufen und auf ihre Leistung und Bedeutung für die Erhaltung der Vielfalt in der Zucht hinweisen.
Der Yes! We Can Farm Wandkalender 2016 ist nun erhältlich!

Der Kalender ist A3 im Querformat, 170g, mit 14 Blättern. Die Bilder hat Malchus Kern gemacht.
Bestellen können Sie diesen Kalender für 12,50€ (zzgl. Versandkosten)
direkt im Yes! We Can Farm Online-Shop.

Von jedem bestellten Kalender spenden wir je 1€ an den Haettelihof und an den Verein Solidarische Landwirtschaft Ravensburg e.V.
Gemeinsam aktiv für eine besser Welt!

Ganz zum Schluss würden wir eines noch sehr gerne wissen: wie sind Sie auf Yes! We Can Farm gestossen und was interessiert sie dabei am meisten?

Einfach bei dieser Mail auf "Antworten" drücken und uns Ihre Gründe wissen lassen!
Vielen Dank!

PS: es wäre uns eine riesige Hilfe, wenn Sie diesen Newsletter an eventuell interessierte Personen weiterleiten würden!

 
*Affiliate Link: Wenn Sie über einen so markierten Link Bücher oder andere Produkte bestellen, erhalten wir von von unserem Partnerunternehmen dafür eine Provision, für Sie ergeben sich dadurch jedoch keine weiteren Kosten! Dies hilft, Yes! We Can Farm zu finanzieren.
Copyright © , All rights reserved.