Traktor der Solidarischen Landwirtschaft Ravensburg / Grünkohl im Vordergrund

Liebe Freunde von Yes! We Can Farm,

Einen wunderbareen Frühlingsanfang wünscht euch das Yes! We Can Farm Team Malchus Kern & Frederik Drewes
 
Permakultur Landwirtschaft auf Rak Tamachat in Thailand: Wer den Eingang zur Farm findet, blickt zuerst auf die großen Teiche rechts und links von der Straße, die zum Haupthaus führt.

Permakultur in Thailand

Unsere Gastautorin Isabel ist 17 Jahre alt und kommt aus der Nähe von München. Weit weg davon, nämlich in Rak Tamachat, einer 30 Hektar grossen Farm im ländlichen Nordosten Thailands, hat sie einen sechswöchigen Permakulturkurs besucht. Für Yes! We Can Farm hat sie über das Projekt und den Kurs berichtet.

Rak Tamachat ist thailändisch und bedeuted „Liebe das Natürliche“. Die Farm dient nicht nur zur Nahrungsmittelproduktion, sondern ist vor allem ein Ort, an welchem nachhaltige Landwirtschaft und ein natürlicher Lebensstil erlernt werden können. [...] Die Farm liegt inmitten von Mais- und Zuckerrohr-Feldern, nicht weit weg von einem kleinen Dorf. Beau, der ursprünglich aus Lousiana kommt, und seine thailändische Frau Lin haben das Land vor 8 Jahren gekauft. Beau hat in seiner Kindheit viel Zeit auf der Farm seiner Grossmutter in den Vereinigten Staaten verbracht und sich mit Ende 20 zurückerinnert, wie schön er es dort empfunden hat. Damals hat er zusammen mit Lin in Singapur gelebt und eine eigene Firma geführt. Sie ist in der Nähe von Rak Tamachat aufgewachsen und hat in der nächstgrösseren Stadt Landwirtschaft studiert. Ihre Eltern wohnen heute mit auf der Farm und bewirtschaften einen Grossteil der Fläche mit dem Anbau von Reis und Mais. Auf Rak Tamachat kocht Lin für die Bewohner eine leckere Mischung aus der westlichen und der asiatischen Küche. Sie kennt sich gut mit den einheimischen Pflanzen aus und ergänzt sich so perfekt mit Beau, der eher auf die Entwicklung der Systeme und auf das Bauen spezialisiert ist. Er ist von Beruf Ingenieur und hat unter anderem für eine grosse Öl-Firma gearbeitet. Ein Teil von dem Geld, welches er damals verdient hat, investierte er in die Farm. Zum Zeitpunkt des Kaufes kannte er den Begriff Permakultur noch nicht. Er wusste aber, dass er etwas Nachhaltiges erschaffen wollte und so war es nur eine Frage der Zeit, bis er während seiner Recherchen auf die Design-Prinzipien der Permakultur stiess und sich entschloss, den Ort auch als Permakulturschule zu nutzen. Er nahm an fünf Permakulturkursen teil und erarbeitete sich das Wissen durch Bücher und durch die Praxis auf der Farm.[...] Weiterlesen auf YES! WE CAN FARM (hier klicken)

RotterZwam – Speisepilze in einem ehemaligen Spaßbad

Seit 2013 züchtet das StartUp „RotterZwam“ Speisepilze in einem ehemaligen Spaßbad in Rotterdam, Niederlande. Als Substrat dient etwas, was in urbanen Räumen im Überfluss zur Verfügung steht: Kaffeesatz. Verkauft werden die Speisepilze nur an Restaurants innerhalb von Rotterdam, denn die Gründer möchten, dass andere Städte eigene Pilzfarmen aufbauen. Zusätzlich haben sie ein "RotterZwam GrowKit" entwickelt, mit dem jeder selbst Pilze aus dem eigenen Kaffeesatz herstellen kann. Der Kompost, der nach der letzten Erntewelle übrig bleibt, wird an einen lokalen Farmer weitergegeben. Das StartUp bietet Menschen in schwierigen Lebenssituationen einen Ort, um wieder auf die Beine zu kommen. Eine Full Case Projektdarstellung gibt es auf Urban Green Train (bisher nur auf Englisch).

Im Projekt URBAN GREEN TRAIN (URBAN GReen Education for ENTeRprising Agricultural Innovation) stehen Bildungsangebote der urbanen Agrikultur im Fokus. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, Wissen und Austausch zu urbaner Agrikultur im Dreieck zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft zu stärken, um grüne Innovationen zu fördern.

URBAN GREEN TRAIN stattet Fachleute, Studenten und Akademiker an Hochschulen mit dem Wissen für die Schaffung neuer marktorientierter Innovationen in der urbanen Agrikultur aus, bietet lebenslange Lernangebote außerhalb formaler Bildungsangebote und fördert den Austausch zwischen Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft. Das Projekt ist finanziert vom Erasmus+ Programm der Europäischen Union.

  Rotterzwam MASTER
#UrbanAgriculture - das Vorstellungsvideo (Englisch) von RotterZwam (Videolaufzeit: 4:10 Minuten)

Tomatenretter - ein "Krautfunding" für Saatgutsouveränität

Aunt Rubys German Green, Berner Rose, Isis Candy oder Magnif Olympica. Das sind die Namen von vier alten Tomatensorten - insgesamt gibt es wohl mehr als 10.000 Sorten aus aller Welt! Im Tomaten-Atlas (deutschschprachig) sind davon ca. 6000 vermerkt. Jede Sorte hat besondere Eigenschaften, manche eignen sich für Tomatensoße, andere zum Trocknen und wieder andere sind ideal für den Balkon. Die Johannisbeertomate hat wirklich die Größe einer Johannisbeere und eignet sich daher Ideal zum Naschen. Wer einmal eine dieser sonnengereiften Sorten probiert hat, lässt die Gewächshaustomaten aus den Niederlanden links liegen. Im normalen Handel und Anbau sind davon heute nur noch wenige Dutzend.

Mit dem Saatgut fängt alles an. Über die letzten Jahrhunderte haben unzählige Bäuerinnen und Bauern an den unterschiedlichsten Orten, unter verschiedensten klimatischen Bedingungen eine Mammutaufgabe bewältigt. Sie haben Samen verschiedenster Gemüse- und Getreidesorten Jahr für Jahr angebaut, geerntet und die besten Samen der Ernte für die nächste Saison bewahrt. So entstanden über die Zeit die Gemüse- und Getreidesorten, die wir heute kennen. Weder sind sie der Welt geschenkt worden, noch hat sie jemand erfunden. Sie sind durch stetiges Anbauen und Selektieren, wieder Anbauen und wieder Selektieren, über viele Generationen hinweg erarbeitet worden. Für jeden Ort und jedes Klima die optimal angepassten Sorten, eine nicht zu überschätzende fachliche und kulturelle Leistung, jede einzelne Sorte für sich. Und genau diese Leistung ist in Gefahr, uns Menschen verloren zu gehen bzw. ist zu großen Teilen schon heute verloren. Das enorme Potential für eine dezentrale, ressourcen-schonende und kleinbäuerliche Landwirtschaft möchten wir als Tomatenretter e.V. im Rahmen des uns Möglichen erhalten, pflegen und zugänglich machen.

Um diese gemeinnützige Arbeit auf bessere Beine zu stellen und den Gärtner Ole ein Jahr lang beim Verein anzustellen, hat der Verein eine Crowdfunding Aktion gestartet. Diese wurde am Donnerstag erfolgreich beendet. Mehr über das Projekt können Sie im Meet the Starters Interview auf Startnext nachlesen!

PS: Die Tomatenretter sind nicht allein. Auch in meinem (Malchus) Saatgutschrank lagern 150 Tomatensorten. Meine Favoriten: Isis Candy, Ananas Noire, Rote Murmel und ganz besonders die Gelbe Wilde, da diese auch im regnerischen Freiland gut gedeiht und trägt.

   
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