Crowdfarming, Crowdfunding, Farmwatching, Bio-Veganer Anbau & mehr
 
Yes! We Can Farm

Liebe Freunde von Yes! We Can Farm,

2016 war das Jahr der Milchkrise. Teilweise wurde den Milchbauern ein Preis von nur 28 Cent pro Kilogramm / Liter ausgezahlt. Milch war im Supermarkt billiger, als manches Mineralwasser. Mit solchen Preisen lässt sich kein Geld verdienen,  geschweige denn teure Investitionen abbezahlen. Gerade in der bäuerlichen Landwirtschaft bricht eine solche Misslage einem Hof auf Dauer das Genick.

Doch es geht auch anders: Es gibt spannende Pflanzen wie Aronia Beeren, als ”Superfood” gehandelt, Landwirte, die in großen Gewächshäusern Algen heranzüchten oder solche, die ihren eigenen Lupinenkaffee produzieren, Großhändler, die sich auf das “krumme” Gemüse spezialisieren, neue Wirtschaftsmodelle wie die Solidarische Landwirtschaft und vieles mehr. Doch der Weg dahin erfordert Mut. Wir wollen keine Monokultur einzelner Konzerne, wir wollen vielseitige Landschaften und Regionen, die sich selbst ernähren können. Dafür braucht es gute Erfolgsbeispiele aus der Praxis - und nicht nur Theorien und Geschichten. Diese Erfolgsbeispiele wollen wir von Yes! We Can Farm zeigen.

Mit zarten Pflänzchen, die in den folgenden vorgestellten Projekten, von "Farmwatching" über Crowdfunding in der Landwirtschaft zu Coworking Spaces in der Lebensmittelherstellung reichen, möchten wir dir die Zeit bis zu unserem nächsten Newsletter etwas verkürzen. Dieser wird - so viel können wir dir schon verraten - über Frank Hellmond und seine "ölkooperative" im oberschwäbischen Ravensburg sein! (siehe Titelbild)!

 
Viel Spaß beim Lesen wünscht dir das Yes! We Can Farm Team
Malchus Kern & Frederik Drewes

PS: Wir freuen uns über jede Weiterleitung und jede Empfehlung von Yes! We Can Farm!
Crowdfunding in der Landwirtschaft - zwei Projekte, die sich via startnext über die Crowd finanzieren
 
Der Sophienhof goes Solidarische Landwirtschaft via startnext
Der Sophienhof ist ein kleinbäuerlicher, bio-dynamischer Betrieb (Demeter) im Bremer Umland. Unser Ziel ist es, eine faire, ökologische und regionale Landwirtschaft langfristig zu etablieren. Um dabei marktunabhängiger und noch regionaler wirtschaften zu können, wollen wir unsere solidarische Landwirtschaft weiter ausbauen – und du kannst uns dabei helfen! Dieses Jahr liegt unser Fokus auf eine Angebotserweiterung für Feingemüse (Tomaten, Gurken, etc.), welche wir hiermit finanzieren möchten.

Wenn wir die Fundingschwelle von 11.000 € erreichen, können wir den Folientunnel kaufen und dann mit dem Feingemüseanbau beginnen. Die anderen nötigen Geräte können zeitweise geliehen werden. Je mehr Geld wir sammeln, desto schneller und besser können wir unser Gemüse für dich produzieren. Auf startnext kannst du das Projekt unterstützen. Die Kampagne endet am 26.03.2017.

 
Matthias Pichler ist Matt Bee Honey
Wir bieten dir hier die Möglichkeit, uns bei der Vermehrung unser Honigbiene (Melifera Canica) zu unterstützen. Mit dem gesammelten Geld schaffen wir neue Bienenbehausungen (Beuten) an, um unsere bereits vorhandenen Bienenvölker in der kommenden Saision 2017 für die Vermehrung teilen zu können. Somit wird dem natürlichen Bedürfnis der Honigbiene zur Vermehrung nachgekommen, welches für den Erhalt einer Gattung und Rasse unabdingbar ist. Flieg mit uns und unterstütze so unsere lokale Manufaktur.

Wenn wir unser Crowdfunding Ziel von 1.097€ erreichen, werden neue Bienenbehausungen und alles was dazugehört (Holzrähmchen, Bio-Wachs und Farbe für Anstrich der Behausung) gekauft und für die Saison 2017 vorbereitet. Ab Mitte Mai 2017 können wir unsere bereits vorhandenen Bienenvölker teilen und die Jungvölker in die neuen Behausungen einquartieren.

Mit der Crowdfundig Aktion von Matt Bee Honey kannst Du in ein "eigenes Bienenvolk" und somit in das Gold der Bienen investieren. Deine Investition wird in Form von feinstem naturbelassenem Bio-Honig refundiert. Auf startnext kannst du das Projekt unterstützen. Die Kampagne endet am 31.03.2017.
Bio-Vegane Landwirtschaft
 
Mit dem Verein "Biozyklisch-Veganer Anbau" wurde vor Ende 2016 der erste Anbauverband gegründet, der sich "dem Aufbau und der Förderung einer zukunftsfähigen, kreislauforientierten und vegan ausgerichteten Form des ökologischen Landbaus durch Einführung der biozyklisch-veganen Prinzipien in allen Bereichen der Land- und Ernährungswirtschaft unter Berücksichtigung des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes, Fragen der Tierethik, der Gesundheit und der Welternährung ohne Einbeziehung von Tieren im Sinne der klassischen Nutztierhaltung, sowie aller möglichen weiteren Aspekte" widmet. 

Warum sich Landwirte oder Gemüsegärtner für einen Betrieb ohne Tierhaltung und ohne die Nutzung tierischer Produkte entscheiden, wird im Artikel "Biohof Hausmann - Kraut und Rüben" beleuchtet.

brands eins berichtet hier über Daniel Hausmann, Sachsens einzigen bio-veganen Landwirt und Gründüngsmitglied des Vereins "Biozyklisch-Veganer Anbau":

[...]Mit dem Wissen um die geplante Bioproduktion im Betrieb wuchsen jedoch auch Hausmanns Bedenken gegen das Töten und Essen von Tieren, gegen tierische Produkte insgesamt. Der Bauer wurde erst zum Vegetarier, dann zum Veganer. „Und mit meinem Betrieb wollte und will ich nur noch erzeugen, was ich selber esse.“[...] (aus brand eins Biohof Hausmann - Kraut und Rüben)

Im Gegensatz dazu steht Demeter, einer der größten Bio-Anbauverbände Deutschlands, denn: "Demeter fragt also nicht ob, sondern wie wir Tiere halten. Wesensgemäße Tier-Haltung bedeutet, sich dem Tier empathisch gegenüberzustellen und in Beziehung mit dem Tier zu treten. Auf dieses Ideal arbeitet der Demeter e.V. mit seinen engagierten biodynamischen Praktikern hin."[...]

[...]"Bei Demeter gehören Tiere einfach zum individuellen Hoforganismus dazu. Sie prägen den Hof und das Leben der Menschen dort. Ohne ihren Mist gäbe es den wertvollen Kompost nicht, der Grundlage für die Zunahme der Bodenfruchtbarkeit im Biodynamischen ist. Im Unterschied zu allen anderen Bioverbänden ist bei Demeter die Tierhaltung auf Bauernhöfen Pflicht – in Ausnahmesituationen werden regionale Futter-Mist-Kooperationen erlaubt."

So verschieden kann der Blick auf die Bedürfnisse der Ernährung sein.
Farmwatching
Du wolltest schon immer erleben, wie ein Acker angesät und bearbeitet wird, um anschließend zu sehen, was die Natur uns zurück gibt?

Mit "Farmwatching" bietet der Biolandhof Kelly seinen Kunden eine Möglichkeit, Pate zu werden und dabei Einblicke in die vielseitige Arbeit auf dem Betrieb von Linda Kelly zu bekommen. Mit einer Patenschaft wird auch ein kleiner Beitrag zur Aufklärung über die ökologische Landwirtschaft geleistet und dazu beigetragen, dass die Landwirtschaft weiterhin bunt blüht - denn auf dem Biolandhof Kelly wachsen auch außergewöhnliche Kulturen wie Lupinen, Öllein, Mohn, Buchweizen oder Elefantengras. Wer sich für eine Farmwatching Patenschaft entscheidet, wird regelmäßig (mindestens 8 mal) über das Wachstum "seiner" Kultur per E-Mail informiert und erhält nach der Ernte eines der fertigen Produkte wie Lupinenkaffee, Lupinenflocken oder Rübenzucker. Die Patenschaft für eine Kultur kostet 20,00€ pro Jahr. Mehr über den Biolandhof Kelly gibt es
im Porträt "Der Blumenkaffee vom Bodensee" auf Yes We Can Farm nachzulesen und mehr Information zu Farmwatching gibt es direkt auf der Webseite des Biolandhof Kelly.


Copyright Bild @ Biolandhof Kelly
Weitere interessante Beiträge im Kurzüberblick:
 
Frimeo - Über das Smartphone regionale (Lebensmittel-)Vielfalt entdecken
In der Region gibt es viele Anbieter, die in Hofläden, Marktständen, Bäckereien, Metzgereien und kleinen Manufakturen besondere Lebensmittel aus eigener Herstellung anbieten. Jedoch ist es im städtischen Alltag manchmal gar nicht so leicht auf diese unabhängigen Anbieter aufmerksam zu werden, wenn man als Kunde z.B. nicht an den aufgestellten Schildern am Straßenrand vorbeikommt.

Deshalb bringt frimeo mit einer innovativen App Kunden und regionale Anbieter über das mobile Internet zusammen. In Kooperation mit dem Bauernverband Starkenburg startet frimeo mit einem Fokus auf den südhessischen Raum und stellt südlich von Frankfurt bis zum Odenwald ausgewählte, regionale Anbieter vor. Natürlich können auch Anbieter aus anderen Regionen von Anfang an bei frimeo mit dabei sein.

Craftspace - Coworking und Miete für Gastronomie, Handwerk und Kreative
Der klassische Coworking Space stößt meist schon an seine Grenzen, wenn es darum geht, dass man laut telefonieren möchte. Craftspace bietet etwas anderes. Die Plattform bietet Coworking und Räumlichkeiten zur Miete – für kreative, die etwas in die Hand nehmen. Also Werkstätten, Großküchen, Tonstudios, Seminarräume und mehr.  Bei der Suche auf der Webseite bekommt man richtig Lust, sich in den Arbeitsplätzen anderer Kreativköpfe auszutoben: Ob in der DaWanda Snuggery in Berlin, dem Stoffdeck Siebdruck Coworking in Hamburg oder in der Schokoladenmanufaktur in Bremen. Gerade für junge Gründer im Food-Bereich bietet dies eine Möglichkeit, sich mit wenig Risiko auszuprobieren. Bisher nur für Hamburg, Berlin und Bremen zur Verfügung, hoffen wir, dass der Dienst bald auch Angebote in ganz Deutschland schaltet.

Hofgründung – schwierig aber möglich!
ein Artikel von Malchus Kern, erschienen im "OYA Magazin"
Der Einstieg in die Landwirtschaft ist nicht ganz einfach. Der Haettelihof in Konstanz am Bodensee zeigt, dass es mit viel Einsatz und Leidenschaft möglich ist. Das erste Yes We Can Farm Porträt über den Haettelihof in Konstanz ist nun in gekürzter Version im OYA Magazin erschienen. Der Artikel kann auch online gelesen werden.

Crowdfarming - Tagesgeld? Mit einer Kuh verdienen Sie 80 Mal mehr
ein Artikel von Michael Gassmann, erschienen in "Die Welt"
Was haben eine Rinderfarm in Südafrika, eine Orangenplantage in Spanien und der Haettelihof am Bodensee gemeinsam? Nicht viel, abgesehen davon, dass sie die Landwirtschaft revolutionieren wollen: Mit einem neuen Ansatz, den sie „Crowdfarming“ nennen. "Die Welt" zitierte mehrfach aus unserem Newsletter über das Thema Crowdfarming. Das ehrt uns sehr, allerdings geht es Yes We Can Farm nicht um Renditetipps, sondern um Nachhaltigkeit. Das bedeutet für uns: vielfältige Landschaft, glückliche Tiere & Menschen und ein Wissen darüber, wo unsere Lebensmittel her kommen.
 

Kostenlose Marketing Strategie-Stunden

Landwirten bieten wir mit unserer Webseite Einblicke in die Strategien und die Vermarktung erfolgreicher, nachhaltig wirtschaftender, Betriebe sowie Gespräche mit Unternehmen,  die Dienstleistungen oder Produkte anbieten, welche für Landwirte besonders interessant sein könnten oder zur Inspiration dienen.

Die Blogbeiträge geben Anregungen, wie man besser online mit seinen Kunden kommunizieren kann - ob Anregungen für Social Media Inhalte oder bessere Produktverpackungen.

Neben den kostenlosen Informationen und Tipps auf www.yes-we-can.farm bieten wir Unternehmensberatung für Landwirte und Hersteller / Händler von Bio-Lebensmitteln an:

Wir von Yes We Can Farm laden Dich zu einer kostenlosen Marketing Strategiestunde mit Malchus Kern ein - ganz egal ob Webseitenoptimierung, Vertriebsideen für eigene Produkte oder Fragen zum Online Marketing -, wir versuchen gemeinsam in diesem Telefonat herauszufinden, wie Du mit geringem Einsatz viel erreichen kannst. Antworte einfach auf diese Mail, um einen Termin zu vereinbaren.

Dieses Angebot gilt nur bis zum 31.03.2017.
PS: Bitte diesen Newsletter an eventuell interessierte Personen weiterleiten - Danke!
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