Tomatenretter – ein „Krautfunding“ für Saatgutsouveränität

Tomatenretter – ein „Krautfunding“ für Saatgutsouveränität

Aunt Rubys German Green, Berner Rose, Isis Candy oder Magnif Olympica. Das sind die Namen von vier alten Tomatensorten – insgesamt gibt es wohl mehr als 10.000 Sorten aus aller Welt! Im Tomaten-Atlas (deutschschprachig) sind davon ca. 6000 vermerkt. Jede Sorte hat besondere Eigenschaften, manche eignen sich für Tomatensoße, andere zum Trocknen und wieder andere sind ideal für den Balkon. Die Johannisbeertomate hat wirklich die Größe einer Johannisbeere und eignet sich daher Ideal zum Naschen. Wer einmal eine dieser sonnengereiften Sorten probiert hat, lässt die Gewächshaustomaten aus den Niederlanden links liegen. Im normalen Handel und Anbau sind davon heute nur noch wenige Dutzend. read more

Zukunftsstiftung Landwirtschaft: Saatgutfonds

Seit den 1920er Jahren findet eine zunehmende Monopolisierung der Pflanzenzüchtung durch Privatunternehmen statt, welche sich überwiegend an den Ansprüchen und Praktiken der konventionellen Landwirtschaft orientieren. Durch die Verwendung von Methoden wie der Hybridzüchtung oder gentechnischer Verfahren liefert das Saatgut maximale Erträge und uniform aussehende Früchte.

Da diese Hybridsamen nicht samenfest sind, das bedeutet, dass Pflanzen, die aus Samen dieser Pflanzen gezogen werden, nicht die gleichen Eigenschaften haben, sind die Landwirte davon abhängig, sich jedes Jahr neues Saatgut von den großen Herstellen zu beziehen, obwohl sie es selbst auf ihrem Feld anbauen. Auch sind die meisten dieser Sorten nicht für den biologischen Anbau geeignet. Sie so haben zwar meist höhere Erträge, brauchen aber auch fast immer einen hohen Anteil an Kunstdünger und sind sehr anfällig für Krankheiten, die im konventionellen Anbau mit chemischen Fungiziden behandelt werden. read more