Tomatenretter – ein „Krautfunding“ für Saatgutsouveränität

Tomatenretter – ein „Krautfunding“ für Saatgutsouveränität

Aunt Rubys German Green, Berner Rose, Isis Candy oder Magnif Olympica. Das sind die Namen von vier alten Tomatensorten – insgesamt gibt es wohl mehr als 10.000 Sorten aus aller Welt! Im Tomaten-Atlas (deutschschprachig) sind davon ca. 6000 vermerkt. Jede Sorte hat besondere Eigenschaften, manche eignen sich für Tomatensoße, andere zum Trocknen und wieder andere sind ideal für den Balkon. Die Johannisbeertomate hat wirklich die Größe einer Johannisbeere und eignet sich daher Ideal zum Naschen. Wer einmal eine dieser sonnengereiften Sorten probiert hat, lässt die Gewächshaustomaten aus den Niederlanden links liegen. Im normalen Handel und Anbau sind davon heute nur noch wenige Dutzend. read more

Gans im Glück die ernte-mich Streuobstwiese mit Gänsehaltung

Im März 2014 gründete der 28 jährige Richard Hagedorn das Unternehmen „ernte-mich„, welches individuellen Gemüseanbau mit einer Streuobstwiese kombiniert. ernte-mich vermietet vorbereitete Gemüsebeete in einem gemütlichen Umfeld. Schon einen Teil der Erstausstattung des Grundstückes mit Gewächshaus, Bäumen, Sträuchern, Saatgut, Vogelhäusern, einer Kompsttoilette und Gartengeräten hat er über eine Crowdfunding Aktion finanziert. Ddamals sammelte er 12.635€.

Neben dem Obst- und Gemüsebau plant er für die Saison 2016 Weihnachtsgänse auf einer angrenzenden, zukünftigen Streuobstwiese von 4000m² zu halten. Um die Pflanzung der Bäume, das anlegen von Teichen, die Errichtung eines Zaunes, des Stalls und die Anschaffung der Tiere zu finanzieren, entschied er sich wieder für eine Crowdfunding Aktion namens „Gans im Glück“ – erfolgreich sammelte er 7.335€ auf startnext! read more

Landwirtschaft 2.0: die Orangen von Carmen (Naranjas del Carmen)

Nicht nur Thomas Schumacher vom Haettelihof hat sich das Konzept der Patenschaften zur Finanzierung seines Betriebes zu nutzen gemacht. Auch Naranjas del Carmen ist ein Beispiel dafür. Wobei die Brüder nicht nur etwas ganz anderes anbauen, nämlich Orangen, sondern diese auch noch über das Internet vertreiben. Vom Bauern direkt zum Kunden – in ganz Europa!

Im Jahr 2010 entschieden sich die Brüder Gabriel und Gonzalo, damals 27 und 24 Jahre alt, den Betrieb der Orangenplantage ihres Großvaters wieder aufzunehmen. Seit seinem Tod befand sich dieses Stückchen Land in einem sich ständig verschlechternden Zustand. Auch merkten die beiden während ihrer Auslandssemester, wie schlecht der Geschmack der Orangenfrüchte außerhalb ihrer Heimat Spanien war. Mit wenig Geld aber viel Elan und Herz brachten Sie die Plantage wieder auf Vordermann­. Doch sie wollten an die Sache anders herangehen als bisher: sie wollten ihre Orangen über das Internet vertreiben und dabei die Mittelsmänner umgehen. Die nötige Erfahrung brachten sie mit: der Ältere ist aus dem Fachbereich des industriellen Designs und der Jüngere aus der Welt der Logistik. read more