Kurzinterview : Roddewig Bio-Eis vom Bodensee

Heute beginnt in Ravensburg die Gusto-Messe. Anlässlich dieses Feinschmecker-Events, haben wir uns mit den Eisproduzenten Dirk und Elisabeth Roddewig unterhalten. Das Bio-Eis ist im Süddeutschen Raum in vielen Naturkostläden, aber auch im Lebensmitteleinzelhandel zu finden.

YWCF: Was ist Roddewig Bio-Eis und wer steckt dahinter?
Wir betreiben eine kleine Bioland-Eismanufaktur, wir sind ein kl. Familienbetrieb (Dirk & Elisabeth Roddewig) und setzen uns vor allem für regionale Produkte und hochwertigsten, natürlichen Eisgenuß ein.

YWCF: Welche Produkte bieten Sie an?
Bananen-, Cassis-, Erdbeer-, Heidelbeer-, Himbeer-, Kirsch-, Mango- und Zitronen-Sorbet, Bourbon-Vanille-, Haselnuss-, Nuss-Nougat-, Kaffee-, Schokolade- und Stracciatella-Cremeeis und speziell veganes Eis auf der Basis von Sojamilch vom Bodensee: Vanille, Schokolade und Stracciatella.

Handwerklich hergestelltes Bio-Eis vom Bodensee
Roddewigs Milcheis ist vollmundig und cremig, das Sorbet extra-fruchtig und das vegane Eis ist aus Sojamilch vom Bodensee hergestellt. Für jeden ist etwas dabei.

YWCF: Was hat Sie dazu bewegt, Roddewig Bio-Eis zu gründen?
Der Ursprung dieser Geschäftsidee liegt gut zehn Jahre zurück. 2001 kaufte ich meine erste gewerbliche Eismaschine, um ein weiteres Standbein für die Landwirtschaft, in der ich damals arbeitete, zu entwickeln und meldete ein Nebengewerbe zur Eisproduktion an. Der Impuls war nicht betriebswirtschaftlicher Natur, sondern kam aus dem Bauch heraus.

Ich esse einfach sehr gerne Eis und fand die Idee, mein Eis selber herzustellen genial, zumal ich damals auch in der Landwirtschaft Milch produzierte und diese veredeln wollte. So begann ich also, mein Eis selbst zu kreieren, aber die meisten Rezepte und Zutaten für herkömmliches Eis sagten mir nicht wirklich zu. Ich wollte kein Eis aus fertigem Eismix, Pasten, Weichmachern, Farbstoffen, künstlichen und natürlichen Aromen, sondern einfach eines aus sehr hochwertigen und ursprünglichen Rohstoffen.

Es begann die Experimentierphase, die sich über etliche Jahre hinzog. Ich nahm frische Milch direkt vom BIO-Hof, Sahne, Eigelb und weitere hochwertige Zutaten aus dem Bioladen für mein Creme-Eis und tiefgefrorene, ganze und vor allem reife Früchte für das Sorbet-Eis. Dann kaufte ich an vielen verschiedenen Orten Eis, kostete es, und wenn es mir zusagte, wurde es als Maßstab für mein eigen zu entwickelndes Produkt genommen. Ich lud viele Menschen aus der Nachbarschaft immer wieder zu Verköstigungen ein. Ziel war es stets, mein Eis dahin zu entwickeln, dass im verdeckten Eistest dies auf Platz 1 gewählt wurde.

Auf diese Art und Weise ist unsere heutige Eisqualität entstanden, mit dem Ergebnis, dass die meisten Menschen, die unser Eis einmal gekostet haben, genau dieses wieder haben wollen.

Wir haben uns 2011 mit unserer BIOLAND – Eis – Manufaktur selbständig gemacht und bieten unsere Produkte bundesweit an.

YWCF: Welchen Ratschlag, welche Regel oder welche Routine befolgen Sie?
Nur die besten Zutaten sind für unser Eis gut genug, außerdem geht es um Nachhaltigkeit und einen Beitrag für unsere wundervolle Bodenseeregion.

YWCF: Was treibt Sie an?
Wir dienen unserer Region mit einem Produkt höchster Güte durch die Förderung ökologischer Landwirtschaft, Vernetzung regionaler Betriebe und einem Eisgenuß, von dem die Kunden begeistert sind und so manch einer sagt: „unser Eis sei das Beste der Welt“

Was haben Sie sich als Unternehmer für die kommenden Jahre vorgenommen? Im Wesentlichen geht es uns darum, Menschen für unser Eis zu gewinnen, für ein Produkt, bei dem sowohl die „inneren als auch die äußeren Werte“ Freude bereiten. Das soll heißen, dass wir bestrebt sind, zu zeigen, dass es sich lohnt, bewusst, hochwertig und regional zu genießen, und dass jeder Konsument mit seinem Kaufverhalten eine große Machtposition inne hat, mit der er bestimmt, was gefördert wird.

Mehr Informationen unter: http://www.bioeis.eu/

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